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Brief an Gott, wegen Weihnachten 2011

Lieber Gott, heute ist Weihnachten und ich bin eigentlich sprachlos.

Hättest du gewollt, dass ich ein Echte deutscher bin, musste ich stolz sein auf die etwas 70 Mio. Menschen, die hier in Deutschland an dich glauben; doch als Emigrant bin ich verpflichtet noch besser zu sein; ich bin verpflichtet dir gegenüber, die Menschen und mir selbst ehrlich zu sein.

Diese war eine von Weihnachten, seit ich in Deutschland bin, dass du uns keine Schnee schickst; vielleicht kommen noch mehr schneelose Weihnachten und die Menschen werden sich vermutlich gewöhnen und spekulieren, einige werden die Umwelt dafür beschuldigen, die anderen werden das als eine Bestrafung dein Wille annehmen.

Ich erinnere mich damals 1987 wo ich hierher kann fielt der Schnee bis zum Knie; ich bin jetzt traurig und etwas skeptisch aber ich kann nicht sauer auf dich sein, denn ich muss wieder dieselben NPD-Verbot-Nachrichten von vergangenen Jahren lesen, vermutlich deswegen bestraft du jetzt die Menschen hier, damit sie in Zukunft für andere Göttern arbeiten müssen.

Viele glauben jetzt, dass das Thema Wulff die NPD vor ein neues Verbot gerettet hat, andere vermuten, das war alles geplant, um die Menschen in den falschen Bann zu ziehen, doch ich bin nur ein heimlicher Beobachter und keine Heuchler, der umsonst nachdenkt, aber das muss ich dir nicht erzählen.

Die Umwelt ist wahrscheinlich sauer mit dir, weil der Weihnachtsmann heute einen kaputten Benziner-Schlitten fahren muss; die Schwiegermutter und seine Frau sind mit Sicherheit auch sauer auf dich, weil er zu viele Stunden arbeitet, bei eine Zeitarbeit Firma, die das ganze Land in Arm und Reich teilt. Seine Kinder sind mit Sicherheit auch sauer, weil sie nicht die besseren Geschenke bekommen; andere werden traurig sein, weil sie die Buchstaben Made in Armut lesen, und wissen besser als ihre Eltern, was das bedeutet.

Eine Million Menschen wollen jetzt aus Kirche austreten; irgendwann glaubt keiner mehr an dich, und viele tun das Heute nur noch für eigenes Interesse und Macht über die anderen auszuüben und sich dadurch die Bäuche gemütlich abfüllen, damit deren Gehirn das Glück täuschen kann.

Aldi hat grundsätzlich beschlossen, alle nur möglichen Kosteneinsparungen in Form von möglichst niedrigen Preisen an alle Kundinnen und Kunden weiterzugeben und keine Spenden zu vergeben, denn sie können Armut, Heuchelei, Ungerechtigkeit und Bosheit dieses Planeten ausnützen; ich hoffe ebenfalls, dass ihre Kunden damit profitieren können und ihrem Körper und Seele mit denen Produkte nicht verderben.

Heute um 2:25 Uhr musste ich noch mal erschrocken aufstehen, weil irgendein Hormonvollgestopften kranken Nachbarn noch mal, irgendwo, einer Eisenkugel fallen ließt, denn vielleicht hasst er alle anderen Nachbarn und muss jetzt eine Therapie machen mit irgendwelchen Tabletten ohne Packungsbeilage aufgrund vermutlich der Nebenwirkungen von Aldi Produkte und NPD-Nachrichten.

In der Kneipe sind jeden Tag viele, die sofort für ein geschenktes billiges Bier in Krieg ziehen wurden, denn sie lesen keine Zeitung und glauben nur was ihre eigene Falsche Einheimische schwatzen, die denen in Hintergrund in Wirklichkeit auslachen und ausbeuten.

Es ist jetzt 3:30 Uhr und nur ein paar Weihnachtslichter brennen, vor eine Woche waren es mehreren, denn die Menschen haben alle Schnee gewartet; der Mülltone in Haus ist wieder voll Werbung und Reklame; die Mehrheit der Nachbarn hat schlechte Laune; bei einigen habe ich immer noch den Eindruck, dass ich unsichtbar bin; der Fahrstuhl riecht ständig nach Pharma Produkte.

Viele glauben auch, dass du uns an Weihnachten Friede, Freude und Zukunft schenken willst, weil sie ignorieren den Wert jedes Produkt, das sie besitzen; sie ignorieren das Glück so sehr, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie zu Hause ein Spiegel haben.

Ein bekannter ist sauer, weil er teure Geschenke für seine Familie und Freunde kaufte und ist im Voraus sicher, dass er nichts davon bekommt; denn vielleicht erhält er nur eine ehrliche Umarmung, doch davon hat er vermutlich keine Ahnung.

In Kaufpassage rennen die älteren, um die Letzte Geschenke für ihre unzufriedenen erwachsenen Kinder und Enkeln zu kaufen, damit sie bis zum Ostern mindestens ein Mal anrufen, wenn nicht schon wieder eine Woche davor, damit sie wieder was bekommen.

Der Coole in der Ecke kann fast nicht mehr laufen, weil er eine Hose mit großem Reißverschluss gekauft hatte, um die Frauen weiszumachen, dass er gut bestückt ist, denn er kennt nur solchen, die entweder Zentimetern oder Geld bevorzugen, deswegen hat auch zahlreichen miesen Beziehungen hinter sich.

Einer anderer rennt in Vorsprung vor seine deprimierte Freundin, damit niemand sieht, dass er mit ihr zusammen ist, doch hinter die Treppe gibt er sie einen Kuss mit offenen Augen, sonst gibt’s heute keine Orgasmusgarantie.

Jemand anderes oder mehreren sind sauer auf den Anblick so viele Vietnamessen Familien mit Kindern vorn Saturn.

Ein Kubaner sitzt mitten alle mit eine alten Netbook; vermutlich schaut er jetzt Pornos oder schreibt heuchlerische alles gute E-Mails Gruße an alle Freunde und bekannten; die verachtenden Blicken sagen, dass unbekannten mehr von den wissen als er selbst.

Ein verheirateter Arbeitsloser bekannter ist verliebt in eine Frau, die er über Facebook kennengelernt hat, sie lebt in Mexiko; er wurde sich freuen, wenn seine vernaschlässige, abgemagerte und depressive Frau sterben konnte, denn damit kann sich die Mexikanerin ihre deutsche Papiere sichern.

Einige Menschen scheinen mit deren Blicke, dass sie die Guten sind, doch ihre Körpersprache, Kinder und Hunde verraten ihre wahre Instinkte.

Ein älterer Mann will, dass ich ihn helfe seinem Handy aufladen mit Guthaben, die er gerade bei Saturn gekauft hat und nebenbei erzählt er mir, dass immer muss er anrufen, weil sonst ruft keiner an, ich tröste ihn, mir geht genauso, also ist die Welt für ihn in Ordnung; er bedankt sich bei mir und Wunsch den üblichen Formalitäten, fröhliche Weihnachten, guten Rutsch, Gesundheit, blablabla, usw.

14:52 UHR, es regnet, die Ampel bei mir ist schon lange Rot, es kommt kein Auto, viele gehen vorbei, andere wollen in Regen warten, einer beschwert sich, ein anderer sagt ganz Laut, nur Nazis bleiben bei Rot stehen, ich danke ihn mit meinen Augen, jetzt ist mir auch bewusst, dass ich viele Freunde habe, die ich noch nicht kenne.

Der Himmel ist hässlich, es wird gleich dunkel und nur ein paar Lichter sind noch an.

Doch Besonderes heute haben viele ein sehr schlechtes Gewissen und das bin ich nicht.        

   
¡hasta luego!  
Autor: Jr. Hernandez  
Berlin - Samstag, 24. Dezember 2011  
 

 
 
 
 
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