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Ausländerfeindlichkeit

05.06.12 - Chaos und Kollaps - Deutschland ohne Ausländer? Das wäre grauenhaft! – Die Welt Bericht…

 

12.12.2011 - Gefahr von rechts bleibt – taz.de Bericht…

 
13. Oktober 2010 

Ausländerfeindlichkeit nimmt zu

Ein „Alarmsignal für Politik und Gesellschaft“: Jeder dritte Deutsche hält sein Land für „überfremdet“, und jeder zehnte sehnt sich nach einem „Führer“: Die Zustimmung zu rechtsextremen Parolen ist laut einer Studie deutlich gestiegen.

Ausländerfeindliche Einstellungen in Deutschland nehmen anscheinend deutlich zu. Wie eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung ergab, schließt sich ein Viertel der Bevölkerung fremdenfeindlichen Aussagen an. 2008 sei es noch ein Fünftel der Bürger gewesen. Sogar mehr als 30 Prozent der Bevölkerung stimmen laut Studie der Einschätzung zu: „Ausländer kommen, um den Sozialstaat ausnutzen.“ Eine ebenso großer Anteil meint, bei knappen Arbeitsplätzen „sollte man Ausländer wieder in ihre Heimat schicken“, und durch „die vielen Ausländer“ werde Deutschland „in einem gefährlichen Maß überfremdet“.

Die Feindseligkeit gegenüber dem Islam ist der Studien zufolge besonders ausgeprägt. Der Aussage „Für Muslime in Deutschland sollte die Religionsausübung erheblich eingeschränkt werden“ schließen sich 58,4 Prozent der Bevölkerung an - in Ostdeutschland sogar 75,7 Prozent. Gut jeder Vierte wünscht sich laut der Umfrage eine „starke Partei“, die die „Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“. Mehr als jeder Zehnte sehnt sich nach einem „Führer“, der „Deutschland zum Wohle aller mit harter Hand regiert“ und hält eine Diktatur für „die bessere Staatsform“.

Quelle: www.faz.net 
14 Oktober 2010

Rechtsruck in Deutschland?: 

Die Deutschen sind ausländerfeindlicher eingestellt als noch vor zwei Jahren - das zeigt eine neue Studie. Die Bundesregierung setzt auf Integration als Mittel gegen Rechtsextremismus.

Erst die Thesen von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin, dann der Islam-Satz von Bundespräsident Christian Wulff, jetzt Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer zu Integrationsmängeln: Deutschland diskutiert über die Muslime und ihre Eingliederung in die Gesellschaft. Es ist ein Reizthema, das auch für Wahlkämpfe herhalten kann. Dies hat zum Beispiel früher Roland Koch als Ministerpräsident in Hessen gezeigt. Während über Integration und ihre Probleme geredet wird, zeigt eine neue Studie, dass die Deutschen ausländerfeindlicher geworden sind.

Knapp ein Viertel der Deutschen (24,7 Prozent) gilt in der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung als ausländerfeindlich. Vor zwei Jahren waren es nur rund 22 Prozent. Etwa ein Drittel sieht die Bundesrepublik "durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet". In Ostdeutschland ist die Zustimmung zu der Aussage mit rund 43 Prozent deutlich höher als in Westdeutschland mit knapp 34 Prozent.

Auch 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es die Sehnsucht nach einem starken "Führer". Rund 13 Prozent wünschen sich einen Führer, "der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert". Vor vier Jahren machten die Leipziger Forscher Oliver Decker und Elmar Brähler, die auch diesmal die Studie erstellten, noch 15,4 Prozent aus, die sich einen "Führer" wünschten. Die volle Zustimmung stieg allerdings von 3,3 auf 3,7 Prozent.

Die Forscher vermuten als einen Grund für die Zunahme rechtsextremistischer Einstellungen, dass die Wirtschaftskrise die Unterstützung der Demokratie schwinden lässt. Bei der Beurteilung ihrer wirtschaftlichen Situation zeigen sich die Deutschen in der Studie von 2010 aber positiver als 2006: Rund 41 Prozent halten die eigene wirtschaftliche Lage für gut bis sehr gut, vor vier Jahren waren es nur 38,5 Prozent.

Ein weiteres Phänomen, das die Autoren ausmachen, ist die hohe Zustimmung zu islamfeindlichen Aussagen. Die Wissenschaftler sagen: "Wir erleben eine dramatische Trendwende." Vor allem chauvinistische und fremdenfeindliche Einstellungen haben nach ihrer Beobachtung seit 2002 zugenommen. Die Frage ist: Hat es einen Rechtsruck gegeben? Frühere Studien der Leipziger Forscher zeigen, dass entsprechende Einstellungen zugenommen haben. Die Werte für Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und die Befürwortung einer Diktatur lagen jedoch 2002 und 2004 noch höher. Kein neues Phänomen, aber wohl eine Verschiebung.

Die Bundesregierung hält die Ergebnisse in einer ersten Reaktion für "ziemlich erschreckend". Als mögliches Rezept gegen Rechtsextremismus sieht sie die Integration. Ausländer sollen nach Ansicht von Regierungssprecher Steffen Seibert möglichst schnell in die Wertevorstellungen, die Gesellschaft, den Arbeitsmarkt und die Sprache in Deutschland hineinfinden. "Je besser uns das gelingt, desto mehr werden wir allen, die rechtsextreme oder noch schlimmere Gedanken haben, den Boden entziehen." Grünen-Chefin Claudia Roth sagt: "Wir brauchen Demokratiebildung von frühester Jugend an."

An dem Tag, als die Rechtsextremismus-Studie in Berlin vorgestellt wird, schwappt die Debatte über Zuwanderung auf die Schulhöfe. Nachdem Seehofer mit seiner Forderung für Wirbel sorgte, keine Zuwanderer aus der Türkei und arabischen Ländern mehr nach Deutschland zu holen, geht es nun um Deutsch im Pausenhof. Mehr Deutsch als Integrationsmittel? Einige Schulen wie die Herbert- Hoover-Schule in Berlin praktizieren Deutsch als Pausensprache über eine Selbstverpflichtung. "Wir können sicherlich hoffen, dass das auch an anderen Schulen Schule macht", sagt Seibert.

Quelle: www.stern.de 
16. Oktober 2010
AUSLÄNDERFEINDLICHKEIT NIMMT ZU

Berlin  - Einer aktuellen Studie zufolge ist die Aus- länderfeindlichkeit in Deutschland stark gewachsen: 34 Prozent der Befragten meinen, Ausländer kämen nur in die Bundesrepublik, um abzukassieren. Und 75 Prozent der Ostdeutschen wollen die Religionsausübung für Muslime erheblich einschränken.

Die Wissenschaftler warnen in ihrer Studie zusammenfassend vor einem "Demokratie gefährdenden Trend".

Um entgegenzusteuern sei eine "ernst gemeinte und tief greifende Demokratisierung gesellschaftlicher Institutionen" dringend notwendig. Der Umgang mit Schwächeren in dieser Gesellschaft sei "der Lackmuspapiertest der Demokratie", ist von Experten dazu weiter zu hören. 

Quelle: www.berlinertageszeitung.de
19. Oktober 2010

Jeder Zehnte will einen Führer

Ausländerfeindlichkeit auf dem Vormarsch. Eine neue Studie fand heraus: Ein Drittel der Deutschen hält das Land für «überfremdet» und will Zuwanderer rauswerfen, wenn die Jobs knapp werden. Vor allem die Islamfeindlichkeit ist ausgeprägt.

Ausländerfeindliche Einstellungen in Deutschland nehmen offenbar deutlich zu. Wie eine in Berlin vorgestellte Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung ergab, schließt sich ein Viertel der Bevölkerung fremdenfeindlichen Aussagen an. 2008 sei es noch ein Fünftel der Bürger gewesen.

Sogar mehr als 30 Prozent der Bevölkerung stimmen laut Studie der Einschätzung zu: «Ausländer kommen, um den Sozialstaat auszunutzen.» Ein ebenso großer Anteil meint, bei knappen Arbeitsplätzen sollte man «Ausländer wieder in ihre Heimat schicken», und durch «die vielen Ausländer» werde Deutschland «in einem gefährlichen Maß überfremdet».

Die Feindseligkeit gegenüber dem Islam ist der Studie zufolge besonders ausgeprägt. Der Aussage «Für Muslime in Deutschland sollte die Religionsausübung erheblich eingeschränkt werden» schließen sich 58,4 Prozent der Bevölkerung an - in Ostdeutschland sogar 75,7 Prozent.

Gut jeder Vierte wünscht sich laut der Umfrage eine «starke Partei», die die «Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert». Mehr als jeder Zehnte sehnt sich nach einem «Führer», der «Deutschland zum Wohle aller mit harter Hand regiert» und hält eine Diktatur für die bessere Staatsform.

«Ein Alarmsignal für Politik und Gesellschaft»

Die Autoren werteten die Ergebnisse als Alarmsignal für Politik und Gesellschaft. Angesichts von Abstiegsängsten hätten rechtsextreme Einstellungen mit der Wirtschafts- und Finanzkrise zugenommen, warnten die Leipziger Wissenschaftler Oliver Decker und Elmar Brähler. Es bestehe die Gefahr, dass Rechtspopulisten versuchten, aus der Situation politisch Kapital zu schlagen.

Für die Studie «Die Mitte in der Krise - Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010» wurden über 2400 Menschen im Alter von 14 bis 90 Jahren befragt. Ältere Menschen stimmen demnach wesentlich häufiger rechtsextremen Aussagen zu als junge. Je niedriger das Bildungsniveau, desto ausgeprägter die rechtsextreme Einstellung. Rechtsextremismus sei jedoch kein Phänomen am Rand der Gesellschaft, sagte Nora Langenbacher von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ganz im Gegenteil fänden sich rechtsextreme Einstellungen in besorgniserregendem Maße in der Mitte der Gesellschaft - in Ost- wie Westdeutschland, bei Frauen wie Männern, in allen Altersklassen, bei Befürwortern demokratischer Parteien, Gewerkschaftsmitgliedern und Kirchenangehörigen.

Quelle: www.news.de

 
 
 

www.jrhernandez.org
 
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